Wiener Mieter-Union Zusammen sind wir stärker.

Aktueller Fall

Handelskai 214 – Karlheinz-Hora-Hof

Rund 5.000 Menschen leben in den 1.043 Wohnungen des Gemeindebaus in der Leopoldstadt. Viele davon kämpfen seit Jahren mit schwarzem Schimmel, zugigen Fenstern und mangelhafter Lüftung – dazu kamen Mieterhöhungen von bis zu 50 Prozent.

Bewohnerinnen und Bewohner haben sich zur Wiener Mieter-Union zusammengeschlossen. Private Gutachten bestätigen massive Schimmelbildung durch Untertemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Ein deutsches Labor wies Asbest in gebrochenen Fassadenplatten nach; die MA 39 hat das inzwischen bestätigt.

Neu: Schreiben der Volksanwaltschaft vom 22. Oktober 2026

Die Wiener Mieter-Union hat die Volksanwaltschaft über die Zustände am Handelskai 214 informiert. In ihrer Antwort hält die Volksanwaltschaft fest, dass Bewohnerinnen und Bewohner der Anlage bei der Schlichtungsstelle (MA 50) die Durchführung notwendiger Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten beantragt haben – insbesondere zur Schimmelbeseitigung sowie zu Lüftung, Fassade, Fenstern, Keller und Elektrik. Da diese Themen bereits Gegenstand der laufenden Schlichtungsverfahren sind, wird die Volksanwaltschaft derzeit nicht selbst tätig. Dauert ein Verfahren länger als drei Monate, kann das Bezirksgericht angerufen werden.

Aus Sicht der Wiener Mieter-Union betreffen die Mängel nicht einzelne Wohnungen, sondern die gesamte Anlage mit allen 24 Stiegen – unter anderem:

  • Schimmelbefall in zahlreichen Wohnungen
  • beschädigte asbesthaltige Fassadenplatten und Fragen zur Ausführung der Arbeiten daran
  • Brandschutz im Lüftungssystem
  • Mängel an der Elektrik in den Steigleitungen

Schreiben der Volksanwaltschaft (PDF)

Wiener Wohnen hat bis Freitag, 13. November 2026 Zeit, eine verbindliche Generalsanierung zuzusagen. Andernfalls bringt die Wiener Mieter-Union am Montag, 16. November 2026 beim Bezirksgericht Leopoldstadt einen Antrag auf Generalsanierung der gesamten Anlage ein.

Was bisher passiert ist

  1. Frühjahr 2026Gründung einer Mieterinitiative auf Stiege 17, Austausch mit Juristen und Beratungsstellen.
  2. Juni 2026Laborbefund bestätigt Chrysotilasbest in Fassadenplatten.
  3. Juli 2026Gründung des Vereins Wiener Mieter-Union. Verfahren vor der Schlichtungsstelle (MA 50) und Beweissicherungsanträge beim Bezirksgericht.
  4. August 2026Stadt bestätigt Asbest; Termin für die mündliche Verhandlung vor der MA 50 wird fixiert. Ortstermin eines gerichtlich beeideten Sachverständigen im Beweissicherungsverfahren beim Bezirksgericht Leopoldstadt.
  5. Oktober 2026Verhandlungen vor der Schlichtungsstelle mit rund 25 Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Befund des Gerichtssachverständigen liegt vor. Wiener Wohnen beauftragt erste Arbeiten: 15 beschädigte Asbest-Fassadenplatten wurden entfernt, weitere folgen; Lüftung, Fenster, Schimmelsanierung und Elektrik sind beauftragt. Die Volksanwaltschaft befasst sich mit dem Fall und verweist auf die laufenden Verfahren bei der MA 50. Die Bezirkszeitung Leopoldstadt bringt den Hora-Hof auf die Titelseite.
  6. November 2026Frist an Wiener Wohnen endet am 13. November. Danach, am 16. November, Antrag auf Generalsanierung beim Bezirksgericht Leopoldstadt.

Unsere Forderungen

  • Sanierungsauftrag mit fixem, unumstößlichem Start- und Endtermin
  • Rückwirkende Mietzinsminderung, bis alle Mängel behoben sind
  • Fachgerechter Austausch aller beschädigten Asbestplatten
  • Transparente Information der Mieter vor allen Arbeiten

Presse

Die WMU in den Medien

Bezirkszeitung Leopoldstadt

Titelseite: „Karlheinz-Hora-Hof erzwingt Sanierung“

Die Printausgabe der Bezirkszeitung (Ausgabe 43) macht den Hora-Hof zum Titelthema: Der Sanierungsdruck auf Wiener Wohnen steigt, erste Arbeiten sind beauftragt, 15 asbesthaltige Fassadenplatten wurden bereits ausgetauscht.

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MeinBezirk

Bewohner erzwingen erste Sanierungsarbeiten von Wiener Wohnen

Nach den Verhandlungen vor der Schlichtungsstelle hat Wiener Wohnen erste Arbeiten am Karlheinz-Hora-Hof beauftragt: Austausch asbesthaltiger Fassadenplatten, Lüftung, Fenster, Schimmelsanierung und Elektrik. Für die WMU „ein Sieg auf ganzer Linie“.

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OTS

Handelskai 214: Blitz-Arbeiten vor MA 36-Termin

Nach dem Asbest-Befund deckt die Wiener Mieter-Union eine mutmaßliche Vertuschungsaktion auf: Vor einem offiziellen Prüftermin der MA 36 wurden auf Stiege 4 im Eiltempo unangekündigte Arbeiten durchgeführt.

MeinBezirk

Asbest-Verdacht im Wiener Gemeindebau am Handelskai bestätigt

Auch die Stadt findet Asbest in den Fassadenteilen des Karl-Heinz-Hora-Hofs. Im Oktober treffen sich die WMU und Wiener Wohnen vor der Schlichtungsstelle.

MeinBezirk

Bewohner des Gemeindebaus am Handelskai klagen für Sanierung

Bewohnerinnen und Bewohner haben sich zur Wiener Mieter-Union zusammengeschlossen. Ein Anwalt wurde eingeschaltet, mehrere Verfahren laufen vor der MA 50.

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Kronen Zeitung

Asbest in Fassadenplatten des Gemeindebaus

Der Befund eines deutschen Labors bestätigt: Die Platten an Balkonen und Fassade enthalten Asbest. Die Mieter machen sich große Sorgen um ihre Kinder.

Heute

Nach Schimmel-Ärger: Asbest-Alarm im Gemeindebau

Große Sorge bei Bewohnern am Handelskai 214: Gebrochene Eternit-Fassadenplatten enthalten laut Laborbefund Asbest.

profil

Handelskai 214: Der Aufstand im Gemeindebau

Schimmel in der Wohnung, verdreckte Stiegen und plötzlich 50 Prozent mehr Miete: Im Karlheinz-Hora-Hof wächst die Protestbewegung.

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Presseanfragen: office@wienermieter-union.at · Obmann Vedat Göksu

Fotos

Aus den Wohnungen unserer Mitglieder

Schimmel, fehlende Lüftung, alte Fenster und gebrochene Fassadenplatten – dokumentiert von den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Videos

Versammlungen & Kundgebungen

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Von unserer Versammlung

Dokumente

Formulare & Informationsblätter

Weitere Gutachten und Befunde zu laufenden Verfahren erhalten Mitglieder und Redaktionen auf Anfrage.

Stellungnahmen von Wiener Wohnen vor der Schlichtungsstelle

Im Oktober 2026 hat Wiener Wohnen über seine Anwaltskanzlei zu den Anträgen mehrerer Mieterinnen und Mieter Stellung genommen. Die Schreiben zeigen, wie der Vermieter argumentiert: Viele der beantragten Arbeiten werden bestritten. Namen, Adressen, Türnummern und Aktenzahlen der Mietparteien sind geschwärzt.